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Aus der Erkenntnis, dass Menschen notwendigerweise und darum immer schon von anderen abhängig sind, kann es keine Individualität ohne (oder mit nachrangiger) Sozialität geben, wohl aber eine Sozialität ohne Individualität. Aufgrund meines Freiheitsverständnisses plädiere ich für die verbleibende Form: eine Sozialität mit Individualität, gedacht als ein "postkollektives" globales Wir, denn alle Kollektivismen sind und waren bislang nur Brutstätten für Autoritarismen oder Totalitarismen. Und vermeintliche Individualismen geben sich als bloße Chimäre mit etwas Scharfblick ebenfalls als (raffiniertere) Form einer solchen Art von Kollektivismus (meist als Konformismus) zu erkennen. - Die Maxime sollte daher lauten: "Sei »Ich« und denke »Wir alle«!" (Norbert Schultheis)



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Psychomeda

(Psychologie Portal)

Rubrik: Psychologie

Psychomeda sieht sich selbst als ein „unabhängiges, psychologisches Informations- und Beratungsportal“, das „verständlich, sachlich und evidenzbasiert über psychologische Themen informiert und als Community den Dialog zwischen psychologischen Laien und Experten fördert.“

Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer Online-Beratung durch ehrenamtlich tätige Psychologen, Therapeuten und Ärzte und auf ein „Netzwerk von qualifizierten Experten in allen Anwendungsgebieten der Psychologie“ sowie auf evidenzbasierten psychologischen Informationen, Ratgeber-Seiten und wissenschaftlich fundierten Online-Tests.

Ein Psychologie-Portal, das sich durch seine breit gefächerte professionelle Grundlage von einfach gestrickten alltagspsychologischen Ratgeber-Seiten abhebt. Psychologie ist eben kein Thema, das man sich mal eben so nebenbei aneignen kann, auch nicht ausschnittsweise, sondern bedarf neben eines akademisch-theoretischen Grundlagenwissens auch einer Menge praktischer Erfahrungen und eines holistischen Verständnis- und Einfühlungsvermögens. Man sollte auch bedenken, dass das psychologische Wissen aufgrund seines hochkomplexen Gegenstandes, nämlich der Mensch, immer nur ein vorläufiges und kontextabhängiges ist, egal für wie ausgezeichnet sich ein Experte darin sieht. Ohne eine gehörige Portion Intuition, Empathie, Erfahrung, Menschenkenntnis und nicht zuletzt ein echtes Interesse am Menschen können individuell-psychologische Sachverhalte nicht adäquat verstanden werden. All das lässt sich nicht lehrbuchhaft erlernen und vor allem nicht durch eine Smartphone-App abbilden.

Es macht auch auf mich den Eindruck, dass wegen des probabilistischen Charakters die Psychologie immer mehr in eine reine Stochastik entartet. Da die Psychologie eine eigene Position zwischen Geistes- und Naturwissenschaft einnimmt, die naturwissenschaftliche Methodik aber in der westlichen Welt aufgrund ihrer exakten Ergebnisse attraktiver ist, geht die „verstehende“ Komponente immer mehr verloren.