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Die eigene Tiefe, also die Tiefe der eigenen Gedanken ist wie ein Brunnen, über den man sitzt, aus dem man schöpft, der einen nährt. Nur man selbst erkennt durch die ideale Perspektive die vermeintliche Tiefe und verurteilt diejenigen, welche aufgrund flacherer Betrachtungswinkel nur die Brunnenwände, jedoch nicht den Grund sehen können. Und darüber wird all zu leicht vergessen, dass diese Anderen über ihre eigenen Brunnen sitzen, die wohl möglich noch viel tiefer sind, dafür vielleicht ein weniger prachtvolles Mauerwerk besitzen. (Norbert Schultheis)



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Letzte Änderung: 14.10.2016 um 12:34
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Vereinsamt

(Friedrich Nietzsche)

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnein -
wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnein,
weh dem, der keine Heimat hat!