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Prinzipiell kann zwischen Präferenzen und das zu Präferierende unterschieden werden. Auf den ersten Blick könnte man eine Gleichschaltung für wünschenswert halten, jedoch sollte man darauf achten, in welche Richtung dieses Gleichschalten geschieht. Denn der Normalfall scheint mir so zu sein, dass man das zu Präferierende (als Ergebnis eines durch die Urteilskraft ermittelten Werts im Dienste der möglichst global zu denkenden Menschheit) unter das Joch des eigenen, persönlichen Vorteils stellt, der sich dem Einzelnen auf rein emotionale Weise im Sinn eines Emotivismus offenbart. (Norbert Schultheis)



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Vereinsamt

(Friedrich Nietzsche)

Rubrik: Gedichte

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnein -
wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach! wie lange schon!
Was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt – ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.

Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
bald wird es schnein,
weh dem, der keine Heimat hat!