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"Bücherwissen" sollte mit "Weisheit aus Büchern" strikt unterschieden werden. Meint Ersteres einen bloßen quantitativen Kenntniszuwachs, der dazu befähigt, den Inhalt eines Buches rezitieren zu können, so bedeutet Letzteres etwas völlig anderes: Hier tritt man in Kontakt mit dem Autor, lernt in kennen, bis man schließlich seine Sichtweise übernehmen und mit ihm einen gedanklichen Dialog führen kann. Dieser gelingt umso besser, je mehr man von ihm erfahren hat und je empathischer man sich in ihn hineinversetzen und somit zum Kern seines Denkens vordringen kann. Diese praktische Komponente hat die Qualität und den Mehrwert einer jeden guten Ich-Du-Beziehung in Abgrenzung zum reinen angelesenen Wissenserwerb. (Norbert Schultheis)



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Spieler: Gast () | Punkte insgesamt: 726 + 53 | Rätsel: 181 | Rätselfreunde: 129

Das Spiel mit den Münzen

Kategorie: Stochastik-Rätsel

Punkte: greygreygreygreygreygrey

Beantwortet: 3 Spieler

Ideal gelöst: 67 Prozent

Écu d'argent
Écu d’argent von 1642
Als sich die beiden Mathematiker Pierre de Fermat und Blaise Pascal nach ihrem berühmten Briefwechsel, der für viele als die Geburtsstunde der Wahrscheinlichkeitsrechnung gilt, das erste Mal persönlich treffen, merken sie schnell, dass ihr Interesse am Glücksspiel weit über das Akademische hinausreicht. Fermat zeigt sich äußerst kreativ, was das Erfinden von einfachen Glücksspielen angeht, und lädt Pascal zu einem Münzwurfspiel ein. Dabei verweist er auf eine Silbermünze, die er in der Hand hält, und erklärt Pascal die Spielregeln: „Zuerst bestimmt jeder von uns eine konkrete Reihenfolge von drei Münzwürfen. Dann werfe ich den Écu hier in die Luft und lasse ihn zu Boden fallen. Entweder bleibt er mit dem Konterfei oder mit dem Zeichen des Königs nach oben liegen. Das wiederhole ich solange, bis entweder deine oder meine Reihenfolge zum ersten Mal auftritt. Zum Beispiel könntest du dich für drei hintereinander folgende Konterfeis entschieden haben und ich mich für dreimal »Zeichen«. Gewonnen hat derjenige, dessen Reihenfolge als erstes eintrifft.“ „Dann könnte ich z.B. auch »Konterfei – Konterfei – Zeichen« wählen?“ möchte Pascal sich vergewissern. „Ja, oder jede andere Kombination...“ fügt Fermat hinzu, doch bevor er ein weiteres Beispiel nennen kann, fällt ihn Pascal ins Wort: „Das wäre dann eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 8, denn es gibt acht verschiedene Möglichkeiten der Kombination: 1 zu 2 für den ersten Wurf – mal 1 zu 2 für den zweiten Wurf – mal 1 zu 2 für den dritten Wurf.“ Daraufhin listet er alle acht Kombinationen sicher auf, als würde er sie aus einem Buch ablesen. „Ja, das ist wohl korrekt.“, erwidert Fermat, „Nur sollten wir natürlich nicht dieselbe Kombination wählen.“ „Das wäre wohl etwas witzlos“, bestätigt Pascal, „ist aber für die Berechnung unerheblich.“ „Dann lass uns anfangen!“ lautet der Aufruf zum Spielbeginn, „Für welche Kombination entscheidest du dich?“, möchte Fermat nun wissen. Pascal überlegt einen Augenblick, dann noch einen Augenblick und antwortet schließlich: „Ich kann mich nicht so recht entscheiden. Ich fühle mich ein wenig wie der Esel des Buridan. Am besten beginnst du!“ Fermat lässt nicht lange auf sich warten und nennt willkürlich aber prompt seine Reihenfolge: „Zeichen – Konterfei – Konterfei“.

Kann Pascal eine Kombination finden, die seine Gewinnchance verbessert?

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Ja, nämlich mit der Kombination: „Konterfei - Konterfei - Konterfei“
Ja, nämlich mit der Kombination: „Konterfei - Konterfei - Zeichen“
Ja, nämlich mit der Kombination: „Konterfei - Zeichen - Konterfei“
Ja, nämlich mit der Kombination: „Konterfei - Zeichen - Zeichen“
Ja, nämlich mit der Kombination: „Zeichen - Konterfei - Zeichen“
Ja, nämlich mit der Kombination: „Zeichen - Zeichen - Konterfei“
Ja, nämlich mit der Kombination: „Zeichen - Zeichen - Zeichen“
Nein, es ist ein faires Spiel mit den gleichen Gewinnchancen für beide Spieler
Nein, es gibt aber eine Kombination, die seine Gewinnchance verschlechtert