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Narzissmus ist auch eine Art Zwangsstörung. Beim Kontrollzwang kann die betroffene Person das negative Gefühl, das durch eine vermeintlich gefährliche Situation verursacht wird, durch ihr Handeln nicht neutralisieren, und sie muss die Handlung deshalb ständig wiederholen. Zum Beispiel stellt sich bei ihr das Gefühl nicht ein, dass die Wohnungstüre sicher verschlossen ist, selbst wenn sie sie schon etliche Male kontrolliert hat. Genauso beim Narzissten: Bei ihm stellt sich auch nicht das Gefühl ein, zu genügen oder zu gefallen, und er muss sich deshalb ständig seines Selbstwerts von neuem vergewissern. Aber im Gegensatz zu vielen Narzissten ist sich der Betroffene einer Kontrollzwangsstörung häufig seiner Zwänge bewusst und braucht darum seine Handlungen nicht zu glorifizieren - und wird auch deshalb nicht von anderen glorifiziert trotz allen Tatendrangs. (Norbert Schultheis)



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Tod und Leben

(Detlef Fetchenhauer)

Rubrik: Von Freunden

Vor dem gleichnamigen Gemälde von Gustav Klimt: Gustav Klimt
Wenn ich lebe, wirklich lebe,
ist dieses Leben immer Leiden,
und nur in diesem Leiden ist es mehr
als bloßer Schein.

Nur wenn dem Tod ich in die Augen sehe,
spüre ich des Lebens Schönheit,
kann ich bei mir und kann ich ohne Ängste sein.

Die Angst, sie treibt mich fort vom Dasein
und lässt mich sterben vor der Zeit.

Nur wenn den Tod zum Freund ich nehme,
kann ich leben
und bin zur Liebe ich bereit.
Text aus: Der weite Weg – Gedichte zwischen Streicheln und Kratzen (Detlef Fetchenhauer, 2016)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors, alle Rechte verbleiben bei diesem.